Warum ist ein Vertrags Rechtsschutz für Selbständige sinnvoll?

Die Aufgabe jeder Versicherung ist die Absicherung von Schadensereignissen für den Versicherten. Dazu zahlt er einen Beitrag (monatlich oder jährlich). Die Versicherung gewährleistet dann dem Versicherten einen Schadensersatz, wenn das versicherte Ereignis eintritt.

Unternehmen, Firmen und Selbständige sind oft gefährdeter als Privatpersonen. Privatpersonen sind gegen etliche Ereignisse versichert, sei es gesetzlich (Krankenversicherung) oder über den Arbeitgeber.

Bei Selbständigen und Unternehmen ist dies nicht der Fall, Versicherungen sind freiwillig. Und gerade da muss der Unternehmer sorgfältig prüfen, ob alle Risiken abgedeckt sind. Wichtig ist, dass die Risiken abgesichert sind, die die Existenz bedrohen. Wer sein Unternehmen gegen Schäden aus Überschwemmung versichert, obwohl er nicht in einem Übereschwemmungsgebiet ansässig ist, der verschwendet sein Geld. Auf der anderen Seite ist eine Betriebshaftpflichtversicherung unerlässlich, um gegen Schadensersatzansprüche von Kunden gewappnet zu sein.

Aber wie sieht es nun mit dem Vertrags Rechtsschutz für Selbständige aus? Ist denn die „normale“ Rechtsschutzversicherung  nicht ausreichend? Wenn sie Streitigkeiten, die aus dem Vertrag mit Kunden resultieren nicht abdeckt, dann ist der Versicherungsschutz ungenügend.

Was sind die Vorteile eines Vertrags Rechtsschutz für Selbständige?

Streitigkeiten, die im gewerblichen Umfeld (Selbstständige, Firmen und Unternehmen) auf Basis eines Vertrags aufkommen, benötigen einen besonderen Rechtsschutz.

Verträge sollten wasserdicht formuliert werden. Die Realität sieht aber so aus, dass es zu Zweideutigkeiten kommen kann. Eine Vertragsseite sieht die vereinbarte Leistung als nicht erfüllt und möchte gerichtlich dagegen vorgehen.

Ein Beispiel:

Sie betreiben einen Biergarten. Dieser soll rechtzeitig zur Sommersaison fertig sein. Der Schreiner liefert die Sitzgelegenheiten und Tische nicht rechtzeitig zum vereinbarten Termin, sondern erst gegen Ende des Sommers. Der Gaststätte sind Schäden entstanden: Personal, entgangener Gewinn, etc.

Und genau an dieser Stelle tritt der Rechtsschutz für Verträge in Kraft. Die Rechtsschutzversicherung übernimmt typische Kosten, die bei Fällen entstehen, die vor Gericht geklärt werden:

  • Rechtsanwaltskosten
  • Gerichtskosten
  • Honorare
  • Sachverständige

In der Regel umfasst der Versicherungsschutz nur gerichtliche Außeinandersetzungen. Außergerichtliche Einigungen werden nicht unterstützt. Trotzdem sollte man prüfen, ob eine außergerichtliche Einigung nicht doch möglich ist, da diese meist weniger Aufwand (Zeit und Geld) verursacht.

Der Rechtsschutz sollte eher als letzte Maßnahme in Anspruch genommen werden, wenn eine Einigung unwahrscheinlich ist und die Fronten verhärtet sind.

Worauf sollten Sie achten beim Abschluss eines Vertrag Rechtsschutz für Selbständige?

Der Markt von Versicherungen für Selbstständige ist unüberschaubar. Viele Unternehmer wollen sich um ihre Kernkompetenzen kümmern, ihr Produkt oder ihre Dienstleistung voranbringen. Aber den falschen oder keinen Rechtsschutz zu haben, kann das Unternehmen über Nacht vernichten.

Ein paar Tipps, worauf Sie achten sollten:

  • Kalkulieren Sie stets Versicherungen in Ihre Kosten ein. Diese sind ein fester Bestandteil Ihres Unternehmens.
  • Prüfen Sie, welche Risiken bestehen und was der Worst Case wäre. Was würde passieren, wenn ein Kunde seine vertraglich vereinbarten Leistungen nicht erfüllt? Könnten Sie das Geld locker abschreiben oder würden Sie in Schwierigkeiten geraten?
  • Lassen Sie sich beraten, um die richtige Rechtsschutzversicherung zu finden. Es bringt Ihnen nichts, eine Versicherungspolice in Ihren Unterlagen zu haben, die Ihnen im Schadensfall nichts bringt.
  • Vertrauen Sie nur seriösen Versicherungsanbietern und lesen Sie sich das Kleingedruckte genau durch. Wenn Sie sich nicht auskennen, konsultieren Sie jemanden, der als neutrale Person Rat geben kann.

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