So funktioniert Dosismonitoring nach der neuen Strahlenschutzverordnung

So funktioniert Dosismonitoring nach der neuen Strahlenschutzverordnung

Was versteht man unter Dosismanagement oder Dosismonitoring? Im medizinischen Bereich werden viele Geräte verwendet, die Strahlung erzeugen. Die Geräte sind vielfältig. Zum Beispiel der Röntgenapparat, der Einblicke in den menschlichen Körper gibt (jeder, der bereits einen Knochenbruch hinter sich hat, wird so ein Gerät schon einmal kennengelernt haben). Auch bei der Untersuchung mittels CT kommt

Anzeige

Was versteht man unter Dosismanagement oder Dosismonitoring?

Im medizinischen Bereich werden viele Geräte verwendet, die Strahlung erzeugen. Die Geräte sind vielfältig. Zum Beispiel der Röntgenapparat, der Einblicke in den menschlichen Körper gibt (jeder, der bereits einen Knochenbruch hinter sich hat, wird so ein Gerät schon einmal kennengelernt haben). Auch bei der Untersuchung mittels CT kommt es zu einer Strahlenexposition.

Neben der Untersuchung gibt es auch Strahlentherapie, etwa bei Erkrankungen an Krebs. Auch der Ultraschall wird in die Gruppe der Radiologie eingerechnet.

Bei all diesen Untersuchungsmethoden besteht das Problem, dass die Strahlung mehr oder weniger gefährlich sein kann für den Patienten, vor allem wenn diese in hoher Konzentration auftritt oder sich im Laufe einer Zeitspanne kumuliert. Während einzelne Untersuchungen kaum zu gesundheitlichen Schäden beim Patienten führen können, kann bei zu häufigen Untersuchungen mit dem Röntgengerät ein Problem entstehen.

Die Aufgabe des Dosismanagements ist es nun, die Daten dieser Untersuchungen bezüglich Strahlenexposition zu sammeln und digital zur Verfügung zu stellen. Vor allem, wenn der Patient bei vielen Ärzten und medizinischen Einrichtungen untersucht wird, muss der behandelnde Arzt wissen, welcher Strahlung und in welchem Ausmaß sein Patient in diesem Jahr bereits ausgesetzt gewesen ist. Teil dieses Systems ist auch eine Analyse, die über die reine Erfassung der Informationen hinausgeht. Ein alternativer Begriff für Dosismanagement ist Dosismonitoring.

Hersteller entsprechender Software bieten dabei über die Strahlenschutzordnung hinausgehende individuelle Eigenschaften an, die die Arbeit mit radioaktiven Stoffen und ionisierender Strahlung sicherer machen können. Fast allen Lösungen ist gemein, dass sie digitale Methoden nutzen und die Daten zentral verwalten.

Was besagt die Strahlenschutzverordnung?

Die Strahlenschutzverordnung (Euratom-Richtlinie, die durch die EU erlassen wird) wurde überarbeitet. Die neuen Richtlinien gelten ab 2024 und beinhalten, dass es notwendig ist, aufzuzeichnen, welchen Strahlendosen der Patient während einer Untersuchung ausgesetzt war. Dies gilt für Röntgen und Computertomografie. Der Hintergrund des Gesetzes ist der verbesserte Schutz der Patienten, sodass diese nicht unnötig Strahlung in der Radiologie ausgesetzt werden.

Der Arzt, der über diese Dokumentation verfügt, sieht dann, welcher Dosis bereits auf den Patienten angewendet wurde. Basierend auf dieser Information kann er für eine folgende Untersuchung eine weniger belastende Methode auswählen.

Darauf sollten Sie achten beim Kauf von Software für Dosismonitoring

Wer sich Software zum Dosismonitoring kauft, der sollte auf einige grundsätzliche Dinge achten, die beim Kauf wichtig sind. Zunächst sollten Sie sicherstellen, dass die Anwendung mit den von Euratom aufgestellten gesetzlichen Richtlinien übereinstimmt. Gerade Software aus dem Nicht-EU-Ausland könnte nicht entsprechend implementiert worden sein.

Achten Sie auch auf einen namhaften und etablierten Anbieter. Nichts ist ärgerlicher, als ein Anbieter der aufgrund einer Insolvenz keine Updates mehr anbietet und man sein gesamtes System auf eine neue Software migrieren muss. Wichtig ist auch, dass eventuell vorhandene Altdaten aus einem vorherigen System auf das neue System übernommen werden können.

Die Software sollte zudem einfach zu bedienen sein und dem Anwender auf den ersten Blick die relevanten Informationen liefern. Strahlenschutz ist ein wichtiges Thema, hier Fehler zu begehen kann die Gesundheit von Patienten gefährden. Weitere Informationen, die weniger relevant sind, sollten erst durch zusätzliche Aktionen des Anwenders in den Blick kommen.

Posts Carousel